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Jahreskongress der Internationalen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V. am 13. und 14. Mai 2017 in Kassel

Der nächste Jahreskongress der Internationalen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V. findet am 13. und 14. Mai 2017 wieder im Ramada City Centre Hotel in Kassel statt.
Es besteht ein reserviertes Kontingent von 50 Zimmern zu 99,- €/Nacht und Person mit Frühstück, das vier Wochen vor dem Kongresstermin wieder in den freien Verkauf geht. Bitte reservieren Sie sich den Termin und buchen Sie zeitnah ein Zimmer!
Die Jahresversammlung der Gesellschaft wird am 13.05.2017 um 11:00 Uhr 2017 wieder vor dem eigentlichen Kongress stattfinden.
Die Themen des Kongresses sollen wieder direkter mit der Oxyvenierung gekoppelt sein. Daher ergeht hier der Aufruf an die Mitglieder oder auch an Therapeuten, die nicht Mitglied der Gesellschaft sind, sich mit einem 15-Minuten-Vortrag als Fallvorstellung oder Auswertung interessanter anderer Parameter in einer Therapieserie, zu beteiligen. Im Zweifel kann der Kongress am Sonntagmittag oder am Samstagabend noch etwas verlängert werden. Ich freue mich auf Ihre Bewerbung, damit ich den Zeitplan anpassen kann. Das jetzige Programm ist deutlich auf den Praxisbezug der Oxyvenierung ausgerichtet. Ich freue mich auf zahlreiche Teilnahme und kollegialen Austausch. info@oxyvenierung.com

 

Das Kongressprogramm:

 

Samstag, 1. Kongresstag

ab 10:30: Eintreffen der Teilnehmer, Registrierung und Besuch der Aussteller

 

11:00: Mitgliederversammlung  Internationalen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V.

 

12:00: Besuch der Ausstellung und Willkommenssnacks, Kaffee, Tee, Softdrinks, Wasser

 

13:00: Eröffnung des Kongresses

13:15: Prof. Dr. rer. nat. med. habil. Karl-Josef Gundermann über die Bedeutung der Phospholipide (Gefäßerweiterung, Zellmembranerneuerung, Leberentgiftung,
Auflösen arteriosklerotischer Plaques) 45 Minuten

14:00: Herr Blaß über Bor unter der Betrachtung eines mit der  Oxyvenierung eng vertrauten Biochemikers, 15 Minuten plus Diskussion

14:15: Dr. Löffler über Bor, ein Ultraspurenelement, das z.B. für die Haarqualität, aber auch die Bildung von Testosteron und Östrogen
sowie die Funktion des Gelenkknorpels wichtig ist
. 45 Minuten

15:15 – 16:00 Pause (Kaffee, Tee, Softdrinks, Snacks)

16:00: Prof. Dr. B. König über die Bedeutung der Interleukine und deren Veränderung durch die Oxyvenierung, es werden auch die Forschungsergebnisse zur Untermauerung
der, von Dr. Kreutzer postulierten, Hygienehypothese anhand der von den Eosinophilen produzierten Interleukine vorgestellt. 75 Minuten inkl. Diskussion

17:15:
Herr Schmidt-Philipp über die Besonderheiten der Tocotrienole aus der laufenden Forschung, 15 Minuten

19:30: Gemeinsames Abendessen. Ohne Getränke bereits im Kongresspreis enthalten.

 

Sonntag, 2. Kongresstag

09:00: Frau Herbert, Apothekerin der Arnika-Apotheke in Unterhaching über Aminosäuren, nicht nur im Rahmen der Oxyvenierungstherapie, 30 Minuten

09:30: Prof. Dr. B. König Wenn die Ernährung die Genesung verhindert. Wo liegt die Schnittmenge der Nahrungsmittelunverträglichkeit mit der Oxyvenierung,
was kann man sinnvoll kontrollieren? 30 Minuten 

10:00: HP Aurelia von Linden und HP Lorenz Geßwein  über S-Acetyl-L-Glutathion, das Antioxidans am Komplex IV der Atmungskette
und Substrat der Glutathion-S-Transferasen  30 Minuten

10:30: Diskussion zu den drei Vorträgen

10:40-11:10 Pause (Kaffee, Tee, Softdrinks, Snacks)

Fallberichte

11:10: Dr. Löffler über Borreliose und Oxyvenierung, 15 Minuten

11:25: Dr. med. F. Migeod über den fünfjährigen Verlauf einer Kardiomyopathie bei rezidivierendem Mammakarzinom unter wöchentlicher Oxyvenierung
und Vitamin C intravenös
, 15 Minuten

11:40: Dr. Wiechert über die Oxyvenierung in Kombination mit der Sanakintherapie bei Haarausfall, insbesondere bei Frauen, 15 Minuten

11:55: Simone K. Riecke, Heilpraktikerin, über einen Fall mit Oxyvenierung aus der Praxis, 15 Minuten

12:10: Stefan Marzinowski, Heilpraktiker, über die Wirkung der Oxyvenierung auf das Blut, dargestellt an der Dunkelfeldmikroskopie, 15 Minuten

12:25: Dr. med. Klaus Jacobitz über “Diabetischer Fuß mit Gangrän und Ostheolyse”. Der Fall ist dokumentiert mit Röntgenbildern.
             Der Knochen war lt. Röntgenbild verschwunden und ist nach regelmäßiger Oxy wieder nachgewachsen. 15 Minuten

12:40:  Abschlussdiskussion und anschließend Ende des Kongresses mit noch bestehender Möglichkeit des Besuches der Ausstellung, die mit abnehmendem Interesse abbaut.

 

Bei folgenden ausstellenden Sponsoren bedankt sich die Gesellschaft für die Unterstützung:

Arnika-Apotheke

Institut für mitochondriale Medizin

Viktoria-Apotheke Saarbrücken

Commit GmbH

Scientific Biotech GmbH

Labor Biovis

Cellfood

Oxyven GmbH

Sanomega GmbH

Tricutis Schmidt-Philipp GmbH

MGB food company  Wir werden auch glutenfreie Produkte dieses Sponsors in den Pausen anbieten. Nudeln, Müsl etc. können Sie vielleicht am Stand verköstigen.

ALCAT-Europe

Husarenapotheke

Kaiser Friedrich Pharma

boso – Bosch + Sohn Germany

 

Anmelden kann man sich hier.


Der nächste Zertifizierungskurs für die Oxyvenierung findet am 04.03.2017 statt.

Zertifizierungskurs für Oxyvenierung

Mehr Sicherheit durch ein besseres Verständnis

Ziel der Ausbildung:
Der Zertifizierungskurs für Oxyvenierung richtet sich an Therapeuten, die ein Oxyvenierungsgerät haben oder sich eines zulegen möchten und alle Interessierten. Neben dem Verständnis dafür, was die Therapie bewirkt, sollen auch Fallbeispiele und Erfahrungen aus der Praxis in dem Seminar kommuniziert werden. Ziel ist neben der Fortbildung, den Besitzern von Oxyvenierungsgeräten einen neuen Zugang zu der schonenden und wirkungsvollen Therapieform zu ermöglichen.

Agenda:

  • Geschichtlicher Hintergrund

Vertieftes Verständnis über die Reaktionsvorgänge im Körper durch die IOT

  • Eosinophilie
  • Diverse Stoffe die nachweislich durch die IOT verändert werden, werden genauer beleuchtet
  • Die Hygiene- oder ‚Old Friends‘- Hypothese

Wichtige Voruntersuchung, Anamnese, klinische Untersuchung (RR, Puls, O2-Messung) EKG, HRV, Blutlabor

  • Hierbei sollten Kontraindikationen abgeklärt, eine Dokumentation und Veranschaulichung von Therapieerfolgen erzielt werden
  • Umgang mit Medikamenten: Welche Stoffgruppen sollten nicht während der IOT verabreicht werden? Welche Präparate haben eine vorteilhafte Auswirkung?
  • Begleitende Infusionstherapie
  • Indikationen der IOT
  • Fallbeispiele

Durchführung der IOT:

  • Generelle Durchführung
  • Notfallmedikation

Was muss der Patient während der IOT beachten?

  • Nebenwirkungen
  • Verhaltensregel für den Patienten
  • Patientenaufklärungsbogen über IOT

Wissensüberprüfung mittels Multiple-Choice-Verfahren

Hier geht es zu dem Anmeldeformular.


Jahreskongress der Internationalen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V. am 13. und 14. Mai 2017 in Kassel

Der nächste Jahreskongress der Internationalen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V. findet am 13. und 14. Mai 2017 wieder im Ramada City Centre Hotel in Kassel statt.
Es besteht ein reserviertes Kontingent von 50 Zimmern zu 99,- €/Nacht und Person mit Frühstück, das vier Wochen vor dem Kongresstermin wieder in den freien Verkauf geht. Bitte reservieren Sie sich den Termin und buchen Sie zeitnah ein Zimmer!
Die Jahresversammlung der Gesellschaft soll im kommenden Jahr wohl wieder an den Anfang des Kongresses gestellt werden, so denke ich an den 14.05.2017 um 11:00 Uhr.
Die Themen des Kongresses sollen wieder direkter mit der Oxyvenierung gekoppelt sein. Daher ergeht hier der Aufruf an die Mitglieder oder auch an Therapeuten, die nicht Mitglied der Gesellschaft sind, sich mit einem 15-Minuten-Vortrag als Fallvorstellung oder Auswertung interessanter anderer Parameter in einer Therapieserie, zu beteiligen. Ich freue mich auf Ihre Bewerbung, damit ich den Zeitplan erstellen kann. Für solche Vorträge sollen 60% der Kongresszeit eingeplant werden. info@oxyvenierung.com
Wir haben schon interessante Referenten und neue Forschungsergebnisse der Oxyvenierung auf der Agenda.
Auf den 5. Humanmedizinischen Tagen 2016 in Bingen habe ich einen Fachvortrag zur Oxyvenierungstherapie gehalten, den mein Praxismitarbeiter, Herr Rodenbusch, für Interessierte gefilmt und online gestellt hat.


Der nächste Zertifizierungskurs für die Oxyvenierungstherapie auf der Medizinischen Woche Baden-Baden 2016

Auf vielfachen Wunsch, dass so ein Kurs weiter südlich stattfinden solle, haben wir uns um einen solchen Ort und Termin bemüht. Dabei sind wir auf das schöne Baden-Baden und die dortige Medizinische Woche Baden-Baden 2016 gestoßen. Die Organisation der Örtlichkeit und des Anmeldeverfahrens und der finanziellen Abwicklung wird dieses Mal durch die Kongressleitung gewährleistet.

Tagesseminar am Samstag, 29. Oktober 2016, Uhrzeit: 09:00 – 13:00 Uhr und 14:00 – 18:00 Uhr
Veranstaltungsort: Palais Biron – Salon Merkur
Tagungshaus der Wirtschaft Lichtentaler Straße 92, 76530 Baden-Baden

Dr. med. Dirk Wiechert, Facharzt für Allgemeinmedizin und 1. Vorsitzender der Internationalen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie leitet diesen Kurs als Referent.

Die Organisatoren haben bei der zuständigen Ärztekammer Forbildungspunkte nach CME beantragt.

Hinweise zum Kursinhalt und zur Anmeldung finden Sie auf der hier verlinkten Beschreibung und im folgenden Text:

Zertifizierungskurs für Oxyvenierung
Mehr Sicherheit durch ein besseres Verständnis
Ziel der Ausbildung:
Der Zertifizierungskurs für Oxyvenierung richtet sich an Therapeuten, die ein Oxyvenierungsgerät haben oder sich eines zulegen möchten und alle Interessierten. Neben dem Verständnis dafür, was die Therapie bewirkt, sollen auch Fallbeispiele und Erfahrungen aus der Praxis in dem Seminar kommuniziert werden. Ziel ist neben der Fortbildung, den Besitzern von Oxyvenierungsgeräten einen neuen Zugang zu der schonenden und wirkungsvollen Therapieform zu ermöglichen.
Agenda:
 Geschichtlicher Hintergrund
Vertieftes Verständnis über die Reaktionsvorgänge im Körper durch die IOT:
 Eosinophilie
 Diverse Stoffe die nachweislich durch die IOT verändert werden, werden genauer beleuchtet.
 Die Hygiene- oder ‚Old Friends‘- Hypothese
Wichtige Voruntersuchung, Anamnese, klinische Untersuchung (RR, Puls, O2-Messung) EKG, HRV, Blutlabor:
 Hierbei sollten Kontraindikationen abgeklärt, eine Dokumentation und Veranschaulichung von Therapieerfolgen erzielt werden.
 Umgang mit Medikamenten: Welche Stoffgruppen sollten nicht während der IOT verabreicht werden? Welche Präparate haben eine vorteilhafte Auswirkung?
 Begleitende Infusionstherapie
 Indikationen der IOT
 Fallbeispiele
Durchführung der IOT:
 Generelle Durchführung
 Notfallmedikation
Was muss der Patient während der IOT beachten?
 Nebenwirkungen
 Verhaltensregel für den Patienten
 Patientenaufklärungsbogen über IOT
Wissensüberprüfung mittels Multiple-Choice-Verfahren
Die Auswertung erfolgt in der Woche nach dem Kurs. Die Ergebnisse und das Zertifikat werden zugeschickt. In unklaren Fällen rufen wir Sie zu einem klärenden Gespräch an.

Hier geht es zum Anmeldeformular für den Kurs im PDF-Format
.

In der Ausstellerliste der Medizinischen Woche Baden-Baden ist auch die Firma Oxyven mit dem neuen Gerät zur intravenösen Sauerstofftherapie nach Dr. Regelsberger vertreten.

Vereinsmitglieder haben wie immer einen Preisvorteil. Ein per Mail geschickter Mitgliedsantrag vor Kursanmeldung kann diesen Vorteil auch noch für jetzige Nichtmitglieder sicherstellen.

Das Bettenkontingent in Baden-Baden könnte begrenzt sein, daher sollten Sie sich frühzeitig danach umschauen, falls Sie übernachten wollen.


Forschung „aus der Praxis für die Praxis“ – Zusammenfassung des Kongresses in Abstract-Form

Forschung „aus der Praxis für die Praxis“

 

Dem Anliegen unseres diesjährigen Jahreskongresses „Aus der Praxis für die Praxis“ konnten wir voll und ganz gerecht werden. Renommierte Referenten und Buchautoren gewährten in spannenden Vorträgen Einblick in ihre Forschungsergebnisse und unterlegten diese teilweise mit plakativen Fallbeispielen und anschaulichem Material. Trotz unterschiedlicher fachlicher Schwerpunkte zeigte sich die gemeinsame Schnittmenge als zentrale Botschaft: Das komplexe Stoffwechselgeschehen – zellulär wie auch intrazellulär – verständlich zu machen mit einem Hauptaugenmerk darauf, eventuelle Therapieblockaden zu eliminieren, etwa durch Ausleitung von Toxinen sowie durch gezielte Supplementierung von Nährstoffen. Trotz des straffen Vortragsprogramms war das Publikum mit großer Aufmerksamkeit dabei. Die positive Resonanz auf die außerordentlich große Qualität der Vortragsinhalte und deren kurzweilige Darstellung bestätigte uns einmal mehr, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir danken an dieser Stelle nochmals allen Referenten, die sich die Zeit nahmen, ihre Erkenntnisse mit uns zu teilen sowie allen Ausstellern für die Bereicherung durch ihre Präsentationen und ihr Sponsoring.

 

Dr. Dirk Wiechert moderierte die Veranstaltung und leistete durch eine eigene Falldokumentation einer schweren Colitis ulcerosa unter dem positiven Einfluss der Oxyvenierung anhand nachgewiesener Laborparameter auch als Referent einen Beitrag zum Programm. Als Prüfarzt betreut Dr. Wiechert aktuell eine Colitis ulcerosa-Studie mit Sojalezithin. Hintergrund ist, dass die derzeit als Standardtherapie übliche Behandlung von Patienten mit milder bis moderater ulzerativer Colitis mit Kortikosteroiden als Zweitlinientherapie bei unwirksamer Mesalazinbehandlung zu zahlreichen Nebenwirkungen führen kann. Sojalezithin wird eingesetzt, weil es in vorherigen Studien gute Wirkung auf die Schrankenstörung der Darmbarriere als ursächlichen Therapieansatz zeigte. Somit passt dieser moderne Studienansatz sehr gut in sein medizinisch-diagnostisch-therapeutisches Grundverständnis.

Kontaktdaten Dr. Dirk Wiechert: www.dr-wiechert.com

 

Dr. Reinhard Wähler, Leiter des Bereichs Forschung und Entwicklung bei der Firma Tisso, referierte über chronische Entzündungen und deren Ursachen im Darm sowie über Präbiotika und deren Einfluss auf die Behandlung des Metabolischen Syndroms. Ein besonderes Augenmerk richtete er dabei auf die Definition und Konsequenzen des Metabolischen Syndroms sowie auf Kausalketten, die mannigfaltige Symptome zur Folge haben können, welche wiederum in der Regel mit Entzündungen einhergehen. Er erläuterte darüber hinaus, warum Standardtherapien zu chronischen Entzündungen, einem „Leaky-Gut Syndrom“ sowie sogar zu neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen führen können. Auf der Basis einer differenzierten Ursachenfindung beschrieb Dr. Wähler mögliche Therapieansätze. Dabei unterstrich er die Relevanz der Gesunderhaltung der Darmbarriere und ging auch auf die Rolle von Butyrat bei der Fermentation von löslichen Ballaststoffen als regulierende Substanz für die Darmgesundheit ein. Butyrat sei zudem ein hervorragender Kandidat für einen Tumorsuppressor-Metaboliten. Mehr als 100 publizierte Studien würden das Potenzial belegen, dass Butyrat anti-proliferativ und pro-apoptotisch auf Tumorzellen wirke.

Dr. Reinhard Wähler ist über die Firma Tisso in Wenden erreichbar.

www.tisso.de

 

Die Mikrobiomanalyse war das Vortragsthema von Dr. Burkhard Schütz von der Firma Biovis. Er ist Experte im Bereich der Stuhl- und Darmflora-Diagnostik. Angesichts von gegenwärtig mehr als 1.000 Analysemöglichkeiten beleuchtete er die Frage: Was wird warum getestet und was ist die Quintessenz für Therapeuten? Die Aufklärung des Darm-Mikrobioms sei schwierig, gelinge aber über Anzuchtmethoden sowie neuerdings auch über genetische Verfahren. Darmbakterien beeinflussen den Menschen auf vielfältige Weise. Sie schützen durch Aufbau einer Kolonisationsresistenz vor endogenen Infektionen, indem sie das Darmmilieu verändern und Rezeptoren an den Schleimhäuten besetzen. Dadurch wird das Immunsystem der Mukosa (Darmschleimhaut) aktiviert und die Bildung sowie Sekretion von sekretorischem Immunglobulin A reguliert. Dr. Schütz beleuchtete die Rolle der Artenvielfalt sowie deren klinische Relevanz im Mikrobiom für immunulogische und neuropsychologische Erkrankungen.

Dr. Burghard Schütz ist über die Firma biovis’ Diagnostik MVZ GmbH in Limburg erreichbar.

www.biovis.de

 

„Gase aus dem Dünndarm – moderne Diagnostik für das Reizdarmsyndrom“ lautete der Titel des Vortrags von Philipp Nedelmann, der sich aus dringenden persönlichen Gründen von Marie Waller, Prokuristin seiner „Praxis für gesundes Leben“, vertreten ließ. Diagnostische Schwerpunkte des Praxisteams basieren auf der Labordiagnostik, der VNS-Analyse, mit der sich die Herzratenvariabilität messen lässt, sowie auf dem sibolab-Atemgastest auf Wasserstoff und Methan. Fehlbesiedelte Bakterien im Dünndarm sind in den meisten Fällen die Ursache für Reizdarmbeschwerden. Der Atemtest erweist sich als probates und effektives Mittel, um eine solche Fehlbesiedlung zu diagnostizieren, da die das Problem verursachenden Bakterien Gase produzieren, die über die Lunge ausgeatmet werden. Bei den etablierten Atemtests, wie sie bei Gastroenterologen zum Einsatz kommen, werden nur die Wasserstoffwerte gemessen. Das ermöglicht keine gezielte Differenzierung mit der Folge, dass betroffene Patienten ihre Beschwerden nicht wirklich loswerden, denn ein negativer Wasserstoff-Atemtest hat nur eine eingeschränkte Aussagekraft. Inzwischen sei jedoch bekannt, dass eine Reihe von pathogenen Bakterien Methan produzieren. Der sibolab-Atemtest, der auch Methan produzierende Bakterien beinhaltet, lasse eine differenziertere Diagnostik und somit auch eine gezieltere Therapie zu. Eine Auswertung der Gasmengen über die Zeitachse erlaubt eine annähernde Lokalisation der Fehlbesiedlung. Die „Praxis für gesundes Leben“ bietet eine entsprechende Diagnostik an, die sich gerade bei so genannten austherapierten Patienten mit dem Reizdarmsyndrom bewährt hat.

Phillip Nedelmann und Marie Waller sind über www.philippnedelmann.de und über http://sibolab.de/ erreichbar.

 

Anja Noa Koch widmete sich dem Thema „Eosinophilie und neutrophile Reaktionen auf Nahrungsmittel und Nahrungsbestandteile“. Intoleranzen fördern chronische Entzündungsprozesse und schwächen das Immunsystem und den Stoffwechsel. Ständig anhaltende Abwehrreaktionen der weißen Blutkörperchen verursachen im Organismus chronisch-entzündliche Prozesse, auf deren Grundlage sich eine Vielzahl gesundheitlicher Beschwerden entwickeln können. Die unmittelbare Reaktion der aktiven weißen Blutkörperchen mit potenziell relevanten Nahrungsmittelextrakten entspricht annähernd den Verhältnissen im lebenden Organismus. Rückschlüsse auf die im Körper stattfindenden Prozesse liegen also nahe. Steckenpferd der Firma Alcat Europe, für die Frau Koch als Prokuristin tätig ist, sind Lebensmittelintoleranzen, Unverträglichkeiten gegenüber Chemikalien, Medikamenten, sogenanntem functional food und Gluten. Im Gegensatz zur klassischen Typ I Allergie, die durch eine Sofortreaktion des Immunsystems gekennzeichnet ist, setzt die Nahrungsmittelunverträglichkeit dieser Granulozyten leicht verzögert, aber doch innerhalb kurzer Zeit ein und hat kein Antikörperkorrelat. Durch toxische, immunologische oder pseudoallergische Immunreaktionen kommt es zu unterschiedlichen Wirkungen auf den Stoffwechsel des Körpers, die alle Teile und Systeme des Organismus betreffen können. Mittels des Alcat-Tests können Komponenten der körperlichen Abwehr näher untersucht werden. Er liefert therapierelevante Messparameter gerade bei Fällen, bei denen aufgrund anderer Laborergebnisse keine Antikörper nachweisbar sind. Hierbei geht es um die Leukozyten im Allgemeinen und die eosinophilen und neutropilen Granulozyten im Besonderen. Letztere repräsentieren die wichtigste Abwehrfunktion des angeborenen Immunsystems und sind bei Intoleranzen diejenigen, die die entsprechenden Lebensmittel bekämpfen, sofern der Körper sie als „potenziell bedrohlich“ interpretiert.

Anja Noa Koch ist erreichbar über http://alcat-europe.de

 

Der Dipl.-Chemiker Wolfgang Blass beschäftigte sich mit der „Auswirkung der IOT auf die Verjüngung der Erythrozyten im Rahmen der indirekten Hypoxie“ anhand über viele Jahre erhobener Messdaten von Leistungs- und Mittelklasseportlern sowie Untrainierten verschiedener Altersklassen, bei denen er sich am Erythrozytenanteil ohne und mit IOT orientierte, um den positiven therapeutischen Nutzen der IOT zu untermauern. Messdaten alter versus junger Erythrozyten und der dabei veränderten intrazellulären Bestandteile sowie Dunkelfeldmikroskopaufnahmen belegten seine Ausführungen. Darüber hinaus äußerte er sich zu einer fallweise gezielten Substitution insbesondere von Mineralien und Spurenelementen, wobei er besonders die Bedeutung von Selen als Bestandteil der Glutathionperoxidase erwähnte und darauf verwies, dass Deutschland Selen-Mangelgebiet sei. Für die Steigerung der Aktivität der Glutathionperpxidase mittels der IOT konnte schon früher der Nachweis erbracht werden.

Wolfgang Blass, Chemnitz, Tel. 0371 – 519495

 

Anstelle des Vortrages von Dr. Antonio Carlos Romanello aus Brasilien, der verhindert war, referierte Frau Dr. Dorit Schuller über die Evidenzsynthese aktueller Studien zur IgG-basierten Eliminationsdiät. Dabei betonte auch sie die große Bedeutung des ursächlichen Erkennens, Verstehens und Therapierens von Erkrankungen unter Berücksichtigung einer Ernährungstherapie. Die gängige Meinung, dass alle chronischen Entzündungen auf den beiden Säulen Umwelt und Genetik stehen, ergänzte sie um die Sichtweise von Anthony Fasano, welche beinhaltet, dass der Verlust der Darmbarriere einen engen Bezug zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten bis hin zu psychischen Erkrankungen habe. Als eines der therapeutischen Mittel ging Dorit Schuller auf die IgG-basierte Eliminationsdiät als antiinflammatorische Maßnahme ein. Der Vortrag wurde durch den Heilpraktiker und Buchautor Ralf Meyer ergänzt. Dr. Schüller und Ralf Meyer führten gemeinsam eine Studie mit ProImmun M zur Eliminationsernährung von IgG1-4 positiv getesteter Lebensmittel durch, zu deren Probanden unter anderem Patienten mit Reizdarmsyndrom und Migräne gehörten, bei denen sich signifikante Verbesserungen durch die gezielte Eliminierung von Lebensmitteln erzielen ließen.

Kontaktdaten Dr. Dorit Schuller, http://cellsymbiosis-netzwerk.de/

Ralf Meyer: http://cellsymbiosis-netzwerk.de/

 

Um die Beeinflussung von Demenz und MS durch Vitamin D3, Omega3-FS, Lipidmediatoren und die IOT ging es Prof. Dr. Jörg Spitz. Bis zum 60. Lebensjahr leiden Menschen in den Industrienationen an drei bis vier chronischen Erkrankungen. Vor diesem Hintergrund stellte Prof. Spitz in seinem Vortrag, unter Bezugnahme auf die EPIC-Studie zum Lebensstil, potenzielle Schadfaktoren den verschiedenen Schutzfaktoren gegenüber. Dabei betonte er die Bedeutung von Vitamin D3 und insbesondere die des Sonnenlichtes. Sonnencremes ab LSF 15 blockierten, so Prof. Spitz, die körpereigene Synthese des Hormons, das die Vorstufe von Vitamin D sei, zu etwa 95 Prozent. Vitamin D sei an der Entstehung und somit auch an der Vermeidung aller chronischen Krankheiten beteiligt. Ein niedriger Vitamin D-Spiegel erhöhe zudem deutlich das Risiko, an Demenz zu erkranken. Ein durchweg gesunder Lebensstil, der auch ausreichend Schlaf, frische Luft, Bewegung, den Konsum reinen Trinkwassers, gegebenenfalls die Substitution von Mikronährstoffen und einige andere Faktoren beinhalte, sei anhand dieser Studie nachweislich eine gute Prävention. Demgegenüber stellte er als krankheitsfördernd den Zigarettenkonsum, das Übergewicht, die Trinkwasserbelastung, die Umwelttoxine und den Stress. Auch das regelmäßige Fasten sei als Prophylaxe sehr zu empfehlen als eine Art „Reset“ für den Organismus. Es gehe also darum, Risikofaktoren zu minimieren.

Prof. Dr. Spitz: www.dsgip.de/allgemeines/kontakt.html

 

Dr. Stephan Bortfeldt nahm sich des Themas „Herzratenvarianzanalyse als wichtiges diagnostisches Instrument in der täglichen Praxis an. Dabei hob er die große Bedeutung einer guten Regulation des autonomen Nervensystems und die Tatsache hervor, dass für ein komplexes System, wie es der Organismus ist, auch eine komplexe Diagnostik erforderlich sei. Seiner Erfahrung nach würden sich bereits Jahre vor dem Eintreten von Symptomen Auffälligkeiten der Herzfrequenz zeigen. In seinen Ausführungen stützte er sich unter anderem auf die Forschungsergebnisse von Dr. Lewis A. Lipsitz vom Institute for Aging Research in Boston. Dieser und andere internationale Wissenschaftler sprechen sich für den Einfluss der vegetativen oder autonomen Dysbalance für die Pathogenese von Krankheiten aus und sehen in der Herzfrequenzvariabilität einen verlässlichen Parameter, mit dem der Funktionszustand des vegetativen Nervensystems erfasst werden kann. Stressreduzierung, Atemmeditationen sowie eine ausgewogene Lebensweise mit entsprechender Ernährung könnten den Sympathikusstress auf das Herz drastisch reduzieren. In seinem Vortrag ging der in Laatzen niedergelassene Arzt – auf Nachfrage aus dem Publikum – auch auf die Stellatumblockade als therapeutisches Mittel bei bestimmten Indikationen ein, um den Sympathikusstress zu senken. Diese gezielte Lokalanästhesie setze die Wirkung des Sympathikus im gesamten Versorgungsgebiet des Ganglions herab, was eine Vasodilatation und eine reduzierte Schweißsekretion zur Folge habe. Dieses Verfahren gehört in der Schweiz zu einer bewerten Maßnahme in der Notfallmedizin, ist in Deutschland aber nicht zugelassen. Dr. Bortfeldt berichtete von einem an Lungenfibrose leidenden Patienten aus der Praxis, bei dem sich durch die IOT eine Verdopplung der Lungenkapazität erreichen ließ. Im Rahmen der IOT lässt sich deren Einfluss auf das vegetative Nervensystem, der insbesondere durch die verbesserte Schlaffunktion und ein vertiefte Atmung zu erklären ist, mittels der VNS-Analyse dokumentieren.

Dr. Stephan Bortfeldt: http://www.praxiszentrum-hannover.de

 

Horst Kieserling stellte die Mikrostromtherapie und deren Wirkmechanismen vor sowie Indikationen, bei denen diese Art von Therapie hilfreich sei. Seine Ausführungen untermauerte der Inhaber von ReguCellTouch e.K. mit unterschiedlichen Fallbeispielen. Insbesondere bei Schmerzpatienten habe sich diese Therapie vielfach bewährt. Da durch übersäuertes Gewebe Myo-Gelosen entstünden, die als Therapieblockade angesehen werden könnten, basiert das Therapiekonzept nach ReguCellTouch auf Mikrostrom und Basenwickeln. Auf der Grundlage der Elektrizität erreiche man, so Kieserling, alle Zellen im Körper. Hier liege der große Vorteil der Methode. Selbst bei bislang therapieresistenten Patienten habe sich unter dieser Behandlung schnell eine deutliche Verbesserung der Symptome eingestellt, darunter eine deutliche Reduzierung der Schmerzen und damit einhergehend eine rasche Steigerung der Beweglichkeit und Lebensqualität. Eine eindrucksvolle Erfolgsmeldung eines Teilnehmers mit Schulterschmerzen über mehrere Tage nach einer Einmaltherapie am Folgetag untermauerte die Glaubwürdigkeit.

Horst Kieserling: http://www.regucelltouch.de/

 

Über Mitoenergy-Systemtherapie und ihre Auswirkungen auf die Effektivität der Chelattherapie referierte Jörg Hentschel von Taramax. Seine Ausführungen drehten sich um die Frage: Was kann man bei der Chelattherapie an Effektivitätssteigerung erreichen? Die Überlastung durch Metalle wie insbesondere Quecksilber und Aluminium, aber auch andere Toxine, sei ein wesentlicher Faktor beim Entstehen chronischer Erkrankungen. Dabei stelle sich die Frage, wo im Organismus die Metalle zu finden seien und was sie bewirken. Generell gehöre das konsequente Entgiften zu den größten Unterlassungen bei der Therapie chronischer Erkrankungen. Entscheidend sei, dass die Chelatbildner eine große Bindungsfähigkeit zu zellschädigenden Metallen haben. Dadurch könne z.B. die Arteriosklerose aufgehalten, die Zellfunktion wiederhergestellt und die Kalzium-Überladung wieder abgebaut werden. Das an Eiweiß gebundene Kalzium werde von den Chelatbildnern bei korrekter Anwendung nicht tangiert. Die Chelattherapie habe sich zudem bei Rheuma, Darmproblemen, Nervenerkrankungen, Hautkrankheiten und Krebs als sinnvoll erwiesen. Im Praxisalltag gäbe es allerdings in Bezug auf die Reihennfolge bestimmter Substanzen und deren Infusionsgeschwindigkeit immer wieder Diskussionen. Wichtig sei dabei u.a., die mitochondriale Biogenese zu berücksichtigen.

Jörg Hentschel, www.taramax.de

 

Als Repräsentantin der Arnika-Apotheke in München stellte die Apothekerin Eva Herbert die hauseigene Arzneimittel-Manufaktur vor. Deren Produktgruppen umfassen Aminosäuren, Vitamine, Elektrolyte und eine Vielzahl weiterer Wirkstoffe. Die Arnika-Apotheke ist eine der nur drei in Deutschland ansässigen Apotheken mit eigener Manufaktur für individuelle Arzneimittel im Rahmen von Apothekenrezepturen. Damit nimmt die Apotheke eine Nischenfunktion ein, da sie gerade Therapeuten mit innovativen Therapiekonzepten mit entsprechenden Präparaten bedienen kann. Die Wirkstoffe werden ohne allergisierende Zusätze und unter völlig sterilen Bedingungen hergestellt. Ein besonderes Augenmerk liegt bei den Wirkstoffen darauf, dass sie aufgrund ihrer Natürlichkeit vom Körper optimal verarbeitet werden können.

Eva Herbert, www.arnika-apo.de

Schwermetallbelastung – warum wir alle betroffen sind! Die Toxokologin Dr. Eleonore Blaurock-Busch referierte über die gravierende Toxizität der Nanopartikel, deren Wirkmechanismen und Gesundheitsschädigungen. Neurodegenerative Erkrankungen beträfen immer mehr, gerade auch jüngere Menschen. Ursächlich sei hier in erster Linie die Zerstörung von Nervenzellen zu sehen. Sowohl bei neurodegenerativen Erkrankungen als auch bei Krebs gehörten Toxine zu den entscheidenden ursächlichen Faktoren. Eine besondere Rolle spiele insbesondere die Feinstaubbelastung in Ballungsgebieten. Feinstaubexposition beeinflusse die natürlichen Abwehrbarrieren, wie auch die Blut-Hirn-Schranke. Insbesondere Nanopartikel würden diese Barrieren nicht nur durchdringen, sondern sie auch zerstören. Hier liege die besondere Gefahr dieser für die Industrie lukrativen neuen Technologie. Neben vielen anderen Auswirkungen habe dieser Sachverhalt Konsequenzen auf den Zinkstoffwechsel durch fehlgesteuerte Aufnahme und Verwertung. Toxine brächten dann buchstäblich das Fass zum Überlaufen, eine der Ursachen für die starke Zunahme an Erkrankungen des autistischen Formenkreises. Wenn die Zelle immer wieder falsche Nähr- und Baustoffe angeboten bekäme, führe das zu Entzündungen und zytotoxischem Stress, der wiederum wertvolle Mikronährstoffe und Hilfsantioxidantien verbrauche. Das wiederum hätte dramatische Folgen für die Mitochondrienfunktion. Bei einer Chelierung werden zunächst die Entgiftungsorgane Niere und Leber entleert. Das erklärt auch die anfangs höheren Werte nach einer schon durchgeführten Chelierungsserie und dann erfolgender Kontrolle nach einer mehrmonatigen Pause.

Dr. Eleonore Blaurock-Busch: www.microtrace.de

 

Ein Vortrag von Prof. Dr. Brigitte König, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, drehte sich um den Einfluss der IOT auf die Interleukine anhand eines Fallbeispiels einer austherapierten Achillodynie. Gegenwärtig sind 38 Interleukine bekannt, die in regulativer Abhängigkeit zueinander stehen. Sie sind unter anderem für die interzelluläre Kommunikation zuständig und spielen eine Rolle bei der Eliminierung von Krankheitserregern, Tumoren und der Aktivität von Autoimmunerkrankungen. Sie haben einerseits diagnostisch und andererseits therapeutisch eine besondere Bedeutung und bieten wertvolle Verlaufsparameter, die in der Therapie genutzt werden können. Veränderungen im Interleukinmuster geben Aufschluss über die körpereigene Regulation, wobei stets die Balance der korrespondierenden Interleukine zum therapeutischen Ziel gehören sollte. Bei bestimmten Erkrankungen gehört die intelligente Auswahl und Identifizierung der Interleukine zu einem frühdiagnostischen Instrument des Therapiemonitorings. Bei Therapieversagern können genetische Polymorphismen der Interleukinexprimierung sowie die Analyse der Leberentgiftung der Phase 1-3 weiteren Aufschluss geben. Spezielle Messprogramme der Mitochondrien peripherer einzelliger Blutzellen erlauben eine Kontrolle der Wirksamkeit verschiedener Therapieansätze oder Lebenstilveränderungen.

Prof. Dr. Brigitte König: https://forschung-sachsen-anhalt.de/pl/koenig-55232

 

Thomas Glosemeyer stellte zum Abschluss der Jahreshauptversammlung ein neues Gerät für eine intravenöse Sauerstoffapplikation der Firma Oxyven vor. Er verwies zudem auf rechtliche Besonderheiten, die IOT-Therapeuten zu beachten hätten und ging auf betriebsinterne Änderungen ein, die hinsichtlich der Wartung für die im Einsatz befindlichen Geräte relevant sind.

Thomas Glosemeyer: www.oxyven.de

 

Das nahezu gesamte Vortragsprogramm kann als CD oder USB-Stick bei uns im Shop erworben werden.


Neuigkeiten zum Programm des Jahreskongresses am 11. und 12. Juni 206 in Kassel

Hier noch einmal eine Erinnerung an unseren diesjährigen Kongress am 11. und 12. Juni in Kassel. Neben tollen Vorträgen sehr guter Referenten habe ich für die Abendstunden den Pianisten Thomas Krug gewinnen können, der uns während des Abendessens und dem anschließenden Beisammensein live auf dem Piano begleiten wird.

Achtung, dieses Jahr beginnt der Kongress schon am Samstagmorgen und die Versammlung startet Sonntagmittag im Anschluss an den Kongress!


Musik am Abend

Hier finden Sie einige Hörproben, die er, bei Bedarf nach Bewegung, auch durchaus um Tanzrhythmen erweitern kann. Ohne Musik fehlt einem etwas, das soll dieses Jahr besser sein.


Glutenfrei

Dieses Jahr werden wir auch glutenfreie Angebote am Pausenbuffet haben. Der Firma Provicell sei für dieses Sponsoring gedankt.


Programmänderung

Dr. Romanello hat leider abgesagt. Es gibt wohl Probleme mit der weiteren Verwendung des Sauerstoffapplikationsgerätes in Brasilien. Hier ringt er um eine Zulassung. Dadurch haben wir 30 Minuten mehr Zeit, für die ich noch eine sinnvolle Ausfüllung finden werde.
Dieses könnte z.B. Herr Herrmani sein, der für die Wartung der Oxyvenierungsgeräte qualifiziert ist. Die Firma Ginner erfüllt diese Qualifikation nicht mehr. Die Sicherheit der Geräte muss aber immer auf dem neuesten Stand bestätigt sein, denn bei Problemen, die eine juristische Anfrage nach sich ziehen, wird zunächst immer nach formalen Fehlern gesucht; das ist ja bei einem Geschwindigkeitsblitzerfoto nicht anders.


Flyer

Die Internationale Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V. hat einen Flyer entwickelt und juristisch prüfen lassen. Die Firma Oxyven hat in den letzten Tagen ein Muster verschickt. Wir werden auf dem Kongress damit bevorratet sein und die Flyer können für 15 €Ct/Flyer erworben werden. Später dann plus Porto. Nach den ersten 5000 Flyern werden die Entstehungskosten gedeckt sein. Die Nachbestellung erfolgt dann über die Gesellschaft.


Bitte bewerben Sie den Kongress und melden Sie sich an!


Rabattierung nein danke!

Es wird immer wieder nach Rabattierungen gefragt. Der Mitgliedsbeitrag von 75,- €/a und die Kongressgebühr von 125,- € sind bewusst gewählt, um den Verein zu stärken und Informationen verteilen und austauschen zu können. Der Kongress ist auch eine Möglichkeit etwas Geld für die Forschungsarbeit des Vereins einzunehmen. Unsere Arbeit erfolgt im Gegensatz zu anderen Kongressen, an denen andere auch verdienen, ehrenamtlich und die Wertschätzung dieses Engagements sollte nicht durch Preisfüchse geschmälert werden. Die Kongressgebühr inklusive echtem Verpflegungspaket, also nicht nur ein Teller Suppe und Musik für 175,- € für Nichtmitglieder entspricht sechs Oxyvenierungsanwendungen und ist auch noch steuerlich absetzbar. Unsere Marge ist bei diesem Angebot für Mitglieder (125,-€) sowieso schon minimal.


Aufzeichnung der Kongressbeiträge

Der eine oder andere findet tatsächlich keine Zeit und fragt nach einer Aufzeichnung der Kongressbeiträge. Josef Hager aus Österreich wird den Kongress begleiten und die Vorträge in Folie und Ton aufzeichnen, sofern die Autoren zugestimmt haben. Diese sind dann bei Herrn Hager käuflich zu erwerben.


Neuwahl des 2.stellvertretenden Vorsitzenden; Kassenprüfer und Protokollführer gesucht!

Die Hauptversammlung der Gesellschaft findet am Sonntag im Anschluss an den Kongress gegen 13:00 Uhr statt. Da Dr. Heiserer nicht mehr zur Verfügung steht, hat Dr. Bortfeldt sich bereit erklärt für das Amt des 2. stellvertretenden Vorsitzenden zu kandidieren, was ich sehr begrüße. Dr. Bortfeldt ist wissenschaftlich engagiert und kann brilliant referieren. Sie finden ihn als Referenten im Vortragspramm. Für das Protokoll und die Kassenprüfung, die schon beim Steuerberater gecheckt wurde, suche ich noch Bewerber.


Anmeldung am Jahreskongress der Internationalen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V. am 11. und 12. Juni 2016 in Kassel

Sie können sich ab sofort an unserem Jahreskongress am 11. und 12. Juni 2016 in Kassel anmelden.

>>> Hier gehts zur Anmeldung (klicken)


Medizinscher Sauerstoff, ein Medikament, was gilt es zu beachten?

Seit 2004 ist medizinscher Sauerstoff als Medikament eingestuft. Jegliche Veränderung dieses Medikamentes, wie zum Beispiel der Einsatz eines Bakterienfilters zwischen Sauerstoffflasche und Patient, gilt als Medikamentenherstellung und muss bei der Behörde Zuständige Behörden der Bundesländer im Bereich AMG und § 67 AMG angezeigt werden. Hilfestellung zur Antragsstellung, Formular: Antrag gemäß § 67 AMG.

 


4. Zertifizierungskurs für Oxyvenierung am 21.05.2016 von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr im Bio-Labor Bembergstr. 3, in 58675 Hemer

Mehr Sicherheit durch ein besseres Verständnis
Ziel der Ausbildung:
Der Zertifizierungskurs für Oxyvenierung richtet sich an Therapeuten, die ein Oxyvenierungsgerät haben oder sich eines zulegen möchten und alle Interessierten. Neben dem Verständnis dafür, was die Therapie bewirkt, sollen auch Fallbeispiele und Erfahrungen aus der Praxis in dem Seminar kommuniziert werden. Ziel ist neben der Fortbildung, den Besitzern von Oxyvenierungsgeräten einen neuen Zugang zu der schonenden und wirkungsvollen Therapieform zu ermöglichen.
Agenda:
 Geschichtlicher Hintergrund
Vertieftes Verständnis über die Reaktionsvorgänge im Körper durch die IOT:
 Eosinophilie
 Diverse Stoffe die nachweislich durch die IOT verändert werden, werden genauer beleuchtet.
 Die Hygiene- oder ‚Old Friends‘- Hypothese
Wichtige Voruntersuchung, Anamnese, klinische Untersuchung (RR, Puls, O2-Messung) EKG, HRV, Blutlabor:
 Hierbei sollten Kontraindikationen abgeklärt, eine Dokumentation und Veranschaulichung von Therapieerfolgen erzielt werden.
 Umgang mit Medikamenten: Welche Stoffgruppen sollten nicht während der IOT verabreicht werden? Welche Präparate haben eine vorteilhafte Auswirkung?
 Begleitende Infusionstherapie
 Indikationen der IOT
 Fallbeispiele
Durchführung der IOT:
 Generelle Durchführung
 Notfallmedikation
Was muss der Patient während der IOT beachten?
 Nebenwirkungen
 Verhaltensregel für den Patienten
 Patientenaufklärungsbogen über IOT
Wissensüberprüfung mittels Multiple-Choice-Verfahren

 

Hier geht es zur Anmeldung!

 


 


Die Behandlung des metabolischen Syndroms mit intravenöser Sauerstofftherapie nach Regelsberger (IOT).

Die Behandlung des metabolischen Syndroms mit intravenöser Sauerstofftherapie nach Regelsberger (IOT).
Theoretische Grundlagen
Dr. Franz J. Kreutzer

Nach Wikipedia gilt  das Metabolische Syndrom (MetS) neben dem Rauchen als der entscheidende Risikofaktor für Erkrankungen der arteriellen Gefäße, insbesondere der koronaren Herzkrankheit.
Nach einer Studie von S. Moebus et al., erschienen im Deutschen Ärzteblatt 2008; 105(12) A 207-13, liegt die Prävalenz des MetS in Deutschland im Patientengut von Primärpraxen bei ca. 20% (Männer) und 18% (Frauen). Für die USA werden derzeit noch höhere Prozentsätze angegeben.
Ein Metabolisches Syndrom liegt vor, wenn wenigstens drei der folgenden Faktoren vorliegen:
•    Viszerale Adipositas
•    Störung des Kohlenhydratstoffwechsels (Insulinresistenz, latenter oder manifester Diabetes mellitus Typ-2
•    Hypertriglyzeridämie
•    erniedrigtes HDL-Cholesterin
•    Arterielle Hypertonie

Das Fettgewebe ist ein hochaktives metabolisches und endokrines Organ.
Die Vermehrung des viszeralen Fettgewebes geht unwidersprochen mit chronischen entzündlichen Prozessen einher (schleichende Entzündung, low grade inflammation): Vermehrung von proinflammatorischen Zytokinen, Erhöhung des hochsensitiven CRPs, Verminderung von Adiponektin durch TNF-α.
Die IOT wirkt antientzündlich und antioxidativ durch verschiedene Faktoren.
Das typische Kennzeichen     der IOT ist die praktisch stets auftretende Eosinophilie.
Eosinophile Granulozyten (Eos) werden auch im gut durchbluteten viszeralen Fettgewebe gefunden. Dort spielen sie eine wesentliche Rolle bei der Aufrechterhaltung des metabolischen Gleichgewichts. Die Eosinophilen im viszeralen Fettgewebe sind die Hauptproduzenten von Interleukin-4 (IL-4), das bei der Umwandlung von proinflammatorischen M1-Macrophagen in antiinflammatorische M2-Macrophagen eine wesentliche Rolle spielt. Je höher die Anzahl von Eosinophilen und M2-Macrophagen im viszeralen Fettgewebe bei fettreich ernährten Versuchsmäusen je geringer die Adipositas, der Blutzucker und die Insulinresistenz. Umgekehrt nehmen nach experimenteller Verminderung der Eosinophilen die viszerale Fettmenge, der Blutzucker und die Insulinresistenz zu. Schlanke Tiere haben vermehrt M2-Macrophgen, fette Mäuse vermehrt M1-Macrophagen (D. Wu et al.: Eosinophils sustain adipose alternatively activated macrophages associated with glucose homeostasis. Science 2011;332;243-47).
Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die gerade genannten Autoren bei den mit fettreicher Diät ernährten Versuchsmäusen nach Infektion mit dem parasitären Wurm Nippostrongylus brasiliensis – via Vermehrung der Eosinophilen und konsekutiv der M2-Macrophagen -  eine Abnahme des Nüchternblutzuckers, eine verbesserte Insulinempfindlichkeit und Glukosetoleranz fanden. Das ist eine weitere Parallele zu der von mir in meiner Monografie dargestellten Gemeinsamkeiten von IOT und Wurminfektionen im Sinne der Hygiene-Hypothese. Die Autoren schreiben abschließend: We speculate that eosinophils may have evolved to optimize metabolic homeostasis during infection by ubiquitous intestinal Parasites…  Modulating adipose eosinophil number and function could provide an exiting and novel therapeutic target in human metabolic disorders.
Eigentlich sollten sich nach den in meiner Monografie Intravenöse Sauerstofftherapie (IOT) dargelegten Erkenntnissen nach IOT die Eosinophilen im zirkulierenden Blut anhäufen und im betroffenen Gewebe vermindern. Das passt nicht zu der oben beschriebenen Vermehrung im Fettgewebe. Vermutlich übertragen die nach IOT im Blut vermehrten Eosinophilen bestimmte sezernierte Wirkstoffe auf das gut durchblutete viszerale Fettgewebe auch endokrin, beispielsweise 17-HDHA (s. unten).
J. Claria et al. (Diversity of lipid mediatoers in human adipose tissue depots. Am J Physiol Cell Physiol 2013;304;C1141-49) zeigen, dass im subkutanen Fettgewebe von Patienten mit pAVK gegenüber nichtgefäßkranken Kontrollen ein Defizit an PD1 (Protectin-D1) und an 17-HDHA (17-hydroxydocosahexaensäure) besteht, während sich diese Stoffe bei den pAVK-Patienten im perivaskulären Fettgewebe (entnommen während der Amputation) in höheren Konzentrationen fanden als bei den Kontrollen. Die Autoren erklären diese höheren Konzentrationen als einen protektiven Gegenregulationsmechanismus gegenüber proinflammatorischen und profibrotischen Effekten. Eine weitere Arbeit aus derselben Arbeitsgruppe gibt zusätzliche Informationen: E. Titos and J. Claria: Omega-3-derived mediators counteract obesity-induced adipose tissue inflammation. Prostaglandins & other Lipid Mediators 2013.
17-HDHA wird aus der Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA) via 15-Lipoxygenase-1 (15-LOX-1) gebildet und ist eine Vorstufe von PD1, auch NPD1 (NeuroprotectinD1) genannt. PD1 gehört wie Lipoxin-A4, Resolvine, Maresine und andere Protectine zu den sogenannten specialzed proresolving mediators (SPMs). Diese Lipidmediatoren bewirken die Beendigung eines Entzündungsprozesses, die Beseitigung der Zelltrümmer und die endgültige Abheilung (resolution). Die Eosinophilen sind Hauptproduzenten von 15-Lipoxygenase-1 aus Linolsäure. Mit der Zahl der nach IOT vermehrten Eos steigt parallel die Konzentration der 15-LOX-1 an. Eosinophile können aus DHA via 15-LOX PD1/NPD1 selbst produzieren und ausscheiden (s. Abb. 1).
Wir konnten in einer Pilotstudie (Labor Lipidomix, Berlin) nachweisen, dass sich die Konzentration von 17-HDHA im Serum nach Gabe von hochdosiertem Fischöl erhöht und nach IOT weiter ansteigt, aber erst wenn sich im Laufe der IOT eine Eosinophilie mit einhergehender 15-LOX-1 entwickelt hat. Der intravenös infundierte molekulare Sauerstoff ist vermutlich die Quelle für die durch die 15-LOX-1 auf die Fettsäure (hier DHA zu übertragenden 2 Moleküle Sauerstoff, wodurch 17-HDHA vermehrt gebildet werden kann. PD1/NPD1 war im Serum nach Gabe von Omega-3-Fettsäuren und nach IOT nicht detektierbar, wahrscheinlich wegen zu geringer Konzentration. In Eosinophilen kann aber nach vorliegenden Arbeiten PD1 nachgewiesen werden. Das Labor Lipidomix prüft gerade die Möglichkeit, aus isolierten Eos vor und nach IOT PD1 und andere SPMs (spezilized proresolving mediators) zu analysieren.  Schon die bisherigen Ergebnisse sprechen dafür, dass in Zukunft die IOT mit der Gabe von hochdosiertem Fischöl (z.B. 10-20 ml Omega 3 Total) kombiniert werden sollte.

 

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Abb. 1

 

Die durch IOT vermehrten Eosinophilen können auf die beschriebene Weise auch beim metabolischen Syndrom antientzündlich und abheilend wirken.

Die endogenen Cannabinoide (Endocannabinoide) haben einen Einfluss auf das Metabolische Syndroms. Die von der Arachidonsäure abstammenden „klassischen“ Endocannabinoide (Arachidonylethanolamid und Arachidonylglycerol (AEA und
2-AG) haben u.a. durch ihre appetitsteigernden Wirkungen ungünstige Effekte. Endocannabinoide können aber auch Abkömmlinge von den Omega-3-Fettsäuren Docosahexaensäure und Eicosapentaensäure (EPA und DHA) sein und werden als EPEA und DHEA bezeichnet. Diese Metaboliten haben antiinflammatorische Eigenschaften und wirken gewichtsreduzierend sowie hemmend auf die Faktoren des Metabolischen Syndroms. Überblick bei: M. Rossmeisl et al.: Metabolic effects of n-3 PUFA as phospholipids are superior to triglycerides in Mice fed a high-fat diet: Possible roles of Endocannabinoids. PLOSONE 2012. In dieser Arbeit wird auch darauf hingewiesen, dass die Gabe von an Phospholipide gebundenen Omega-3-Fettsäuren stärkere Wirkungen hat als die von an Triglyzeride gebundenen.
In der oben erwähnten Pilotstudie (Dr. Wiechert) konnten wir nachweisen, dass eine Gruppe von 7 Patienten, die kein Fischöl erhielten, deutlich weniger DHEA im Serum aufwiesen, als eine Gruppe mit 8 Patienten, die mit Omega-3-Fettsäuren substituiert wurden (Omega-3-Index >8%). Die IOT hatte keinen weiteren signifikanten Einfluss auf Bildung von DHEA. Die 15-Lipoxygenase-1 kann aus den verschiedenen Endocannabinoiden Abkömmlinge synthetisieren, die CB2-Rezeptoren – Eosinophile haben CB2-Rezeptoren! – aktivieren und dadurch entzündungshemmend und heilungsfördernd wirken. S. Abb. 2

Endocannabinoide aus AA EPA und DHA

Abb. 2

Die Möglichkeit, etwa 17-HDHEA im Serum oder in isolierten Eosinophilen vor und nach IOT analysieren zu können, wird z.Zt. geprüft. Es ist schwierig, die hierfür notwendigen Kontrolllösungen zu beschaffen.

Peroxisom Proliferator aktivierter Rezeptor-Gamma (PPARγ) ist ein Transskriptionsfaktor im Zellkern. Die Aktivierung durch Bindung von Liganden bewirkt nach Wikipedia insbesondere eine Verbesserung des Glukosestoffwechsels sowie der Insulinsensivität. Weiterhin steigert die Aktivität des PPARγ-Rezeptors die Aufnahme freier Fettsäuren und wirkt auf die Differenzierung von Adipozyten und Makrophagen. Darüber hinaus hat die Aktivierung von PPARγ antiinflammatorische Effekte. Außerdem konnte eine Verbindung zwischen der Induktion von PPARγ und einer Reduktion des Arteriosklerose-Risikos gezeigt werden.
Nach J.T. Huang et al. (Interleukin-4-dependent production of PPAR-gamma ligands in Makrophages by 12/15-lipoxygenase. Nature 1999;400;378-82) kann PPARγ von einer Reihe synthetischer und natürlich vorkommender Substanzen aktiviert werden, beispielsweise von Pioglitazon aus der Gruppe der Insulinsensitizer zur Behandlung des Diabetes oder 15-deoxy-delta prostaglandin J2 (15d-PGJ2), 13-hydroxy-octadecadiensäure (13-HODE) oder von 15-hydroxyeicosatetraensäure (15-HETE). Von den letzten 3 Substanzen konnten wir in der erwähnten Pilotstudie nachweisen, dass sie sich nach IOT vermehren (von 15d-PGJ2 nur im Einzelfall). 13-HODE und 15-HETE werden aus der Linolsäure via 15-Lipoxygenase-1 gebildet, die u.a. von Eosinophilen und Makrophagen (Interleukin-4 abhängig)  exprimiert wird. Diese Erkenntnisse zeigen nach dem Urteil der Autoren, dass die 15-Lipoxygenase bei der Generation von endogenen Liganden für PPARγ eine wichtige Rolle spielt.
Auch die Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA gelten als Aktivatoren von PPAR-γ (A. Jaudszus et al.: Evaluation of suppressive and pro-resolving effects of EPA and DHA in human primary monocytes and T-helper cells. J. Lipid Res 2013;54;923-35).
Langkettige hochungesättigte Fettsäuren wie DHA und EPA bessern durch verstärkte Expression von PPARγ die mit dem Übergewicht verbundene metabolische Dysfunktion und senken die inflammatorischen Marker im weißen Fettgewebe. Außerdem kann DHA durch Aktivierung von PPARγ tumorhemmend wirken (B Grygiel-Górniak.: Peroxysome proliferator-activated receptors and their ligands: nutritial and clinical implications – a review. Nutrition Journal 2014).
Somit kann durch IOT induzierte Stoffe und durch Supplementierung von Omega-3-Fettsäuren der PPARγ aktiviert werden. Es resultiert eine Besserung der Faktoren des Metabolischen Syndroms und seiner Folgen.
Unabhängig von der IOT können bestimmte Lebens- oder Nahrungsergänzungs-mittel wie Ingwer oder Curcumin die Produktion von PPARγ auch im Fettgewebe erhöhen 8H. Martin.: Role of PPAR-gamma in inflammation. Prospects for therapeutic intervention by food components. Mutation Research 2010;690;57-63.

Aspirin® (ASS, ASA) in niedriger Dosierung (low dose aspirin) azetyliert die Cycloperoxidase-2 (COX2), die dadurch lipoxygenaseähnliche Eigenschaften hat und Arachidonsäure statt zu 15(S)-HETE zu 15(R)-HETE synthetisiert. Aus 15(R)-HETE wird dann durch den Einfluss von 15-Lipoxygenase-1 (vorwiegend aus Eosinophilen) das 15-Epi-Lipoxin, auch aspiringetriggertes Lipoxin (AT-LOX) genannt.
Auch aus anderen langkettigen Fettsäuren, besonders auch aus den im Fischöl vorkommenden Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA gibt es nach Gabe von ASS aspiringetriggerte Formen, die als stärker und länger wirksam beschrieben werden als ihre nichtgetriggerten Formen.
Übersicht bei: C.N. Cerhan et al.: Novel pro-resolving aspirin-triggered DHA pathway. Chem Biol 2011;18;976-87).
Auch die besser bekannte Hemmung der Thrombozytenaggregation durch niedrig dosiertes ASS und andere Eigenschaften spielt bei der Bekämpfung des MetS und seiner Folgen eine wesentliche Rolle (T.M. Shields and C.H. Hennekens: Management of metabolic syndrome: aspirin. Endocrinol Metab Clin North Am 2004;3377-93).
Aus den genannten Gründen ist neben der Supplementierung von Omega-3-Fettsäuren die zusätzliche Gabe von 70-100 mg ASS täglich zur IOT fast immer ratsam. Oxyvenierungstherapie, die Supplementierung mit Omega-3-Fettsäuren und die Gabe von niedrig dosierter ASS sollten in Zukunft eine Einheit bilden!

Das zu den Adipokinen zählende Peptidhormon Adiponektin wird im Fettgewebe gebildet. Besonders im viszeralen Fettgewebe spielt es bei der Pathogenese des metabolischen Syndroms, des Diabetes  und bei der Entstehung vonkardiovaskulären Erkrankungen eine wesentliche Rolle. Beim MetabolischenSyndrom ist Adiponektin im Plasma erniedrigt. Überblick bei C. Gelsinger et al.: Adipokine update – neue Moleküle, neue Funktionen. Wiener Medizinische Wochenschrift 2010;160;377-90.
Der proinflammatorisch wirkende Tumornekrosefaktor-alpha (TNFα) ist neben anderen entzündungsfördernden Zytokinen für das Absinken der Adiponektinsekretion im viszeralen Fettgewebe verantwortlich (Y. He et al.: The multimerization and secretion of adiponectin are regulated by TNF-alpha. Endocrine 2015). TNFα wird nach IOT durch verschiedene Mechanismen deutlich abgesenkt (s. Monografie IOT). Hierdurch und wohl auch durch die anderen antientzündlichen Effekte der IOT kann die Konzentration von Adiponektin angehoben werden und somit das Metabolische Syndrom gebessert werden.

Die Aktivität des antioxidativen und antiatherogenetischen Enzyms Paraoxonase-1 (PON-1) wird nach IOT deutlich erhöht gefunden (s. Monografie IOT). PON-1 ist ein Bestandteil des HDL-Cholesterins. Beim MetS ist PON-1 vermindert (R.P.F. Dullaart et al.: The positive relationship of serum paraoxonase-1 activity with apolipoprotein E is abrogated in metabolic syndrome. Atherosclerosis 2013;230;6-16). Ein Anheben der Aktivität von PON-1 durch IOT kann also ein weiterer Beitrag zur Behandlung des metabolischen Syndroms sein.

Nach IOT werden die immunsuppressorisch und antiinflammatorisch  wirkenden regulatorischen T-Zellen (Tregs) signifikant erhöht (noch unveröffentlichte Studie).
Tregs sind im Fettgewebe von normalgewichtigen Mäusen angereichert, während sie im Fettgewebe von adipösen Mäusen stark reduziert sind. Die Vermehrung von Tregs kann Elemente des MetS hemmen (M. Feurer et al.: Lean, but not obese, fat is enriched for a unique population of regulatory T cells that affect metabolic parameters. Nature Medicine 2009;15;930-39). Somit kann die IOT durch Induzierung von Tregs zur Besserung des Metabolischen Syndroms beitragen.

Die Vielzahl der aufgeführten Wirkmechanismen der Intravenösen Sauerstofftherapie bei der Bekämpfung des Metabolischen Syndroms sprechen für eine Anwendung der IOT zur Behandlung des Metabolischen Syndroms und seiner Folgen, selbst wenn die eine oder andere Wirkung nicht vom Versuchstier auf den Menschen übertragbar sein sollte.